Kategorien
Allgemein

Landratskandidatin Camelia Dederichs – erklärt ihre Idee zum Dorfpolizist

Vor einiger Zeit bin ich abends mit meinem Mann durch die Fußgängerzone in Euskirchen geschlendert. In der Nähe der Galeria fiel uns eine Gruppe Jugendlicher auf, die ungeniert ihre Abfälle in der Gegend verstreute. Der Begriff „Mülltonne“ schien für diese Gruppe schlichtweg unbekannt. Vielleicht war es auch reine Provokation, ich weiß es natürlich nicht, berichtet die Landratskandidatin Camelia Dederichs.

Mir fehlte das Gefühl von Sicherheit

Mir fiel plötzlich auf, dass ich die Gruppe gerne angesprochen hätte, es aber nicht getan habe, weil ich Respekt vor der Situation hatte. Ich bin sonst niemand der ruhig ist, wenn es mal brenzlig wird, ganz im Gegenteil, ich scheu mich nicht vor Konfrontationen, wenn diese notwendig sind. Ja mich überkam ein Gefühl der Angst. Am gleichen Abend sah ich im Fernseher Bilder aus Stuttgart: ein Jugendlicher Sprang voller Wut und Aggression mit den Beinen auf einen Polizisten. In dem Moment fielen mir wieder die Jugendlichen aus der Innenstadt ein, genau das war der Augenblick in dem mir die Idee mit dem Dorfpolizisten kam.

Ein echter Helfer

Mir kamen die Gedanken an einen super lieben Polizisten, der lange Jahre in der Gemeinde Blankenheim stationiert war und seine Runde durch die Orte fuhr. Er wurde respektiert und wusste wie er mit den Menschen umgehen musste, er sorgte auf liebevolle Weise für Ordnung und Anerkennung. Er war beliebt, drückte auch mal ein Auge zu und hatte immer ein offenes Ohr.  

Unterstützung durch das Ordnungsamt

In der Gemeinde Nettersheim fährt seit längerem das Ordnungsamt mit Rentnern regelmäßig Streife und schaut nach dem Rechten. Die Männer sind anerkannt und vermitteln Vertrauen. Es überkommt einen das Gefühl der Sicherheit, man spürt, dass man sich sicher unbeschwert bewegen kann. Genau dieses Gefühl ist wichtig für unsere Zufriedenheit und Zuversicht.

Es ist nicht alles nur schlecht, es geht nur einfach besser

Mir geht es gar nicht darum zu sagen, dass alles schlecht ist und dass wir uns unsicher fühlen müssen. Wir leben immerhin in einem der sichersten Länder der Welt und die Aufklärungsrate im Kreis Euskirchen ist laut Kriminalstatistik 2018 gestiegen.  Mir geht es vielmehr darum, dass es besser geht und wir wieder mehr Vertrauen in unsere Polizei brauchen.

Es gibt Handlungsbedarf

Besonders die Stadt Euskirchen hat großen Handlungsbedarf, diese hebt sich in den Fallzahlen deutlich von den ländlicheren Orten ab. Wir brauchen Menschen die uns Sicherheit vermitteln, die im Kleinen für Ordnung sorgen, die auf menschliche und herzliche Art einen Draht zu der Bevölkerung haben und für uns Bewohner da sind, wenn wir sie brauchen.  

Ein Konzept für den Kreis Euskirchen

Mir ist wichtig, dass zusammen mit den zuständigen Behörden, Abteilungen und Personen ein Konzept erarbeitet wird, mit dem wir festlegen, wie wir unsere Orte und Städte sichere, saubere und mit mehr Rücksicht und Verständnis gestalten können. Ich möchte, dass sich die Menschen wohl fühlen, dass sie stolz sind im Kreis Euskirchen zu leben.

Mut zur Veränderung

Wir brauchen den Mut Veränderungen anzupacken. Vieles was nicht wichtig erscheint, aber in Wahrheit für unser Wohlbefinden wichtig ist, wird einfach zu sehr auf die lange Bank geschoben. Der Kreis Euskirchen hat es verdient, dass wir ein Umfeld schaffen in wir mit ganzem Herzen leben wollen. Mein Ziel ist es, dass wir alle genau dieses Gefühl der Sicherheit erleben, meint Camelia Dederichs.